Garden Route


 

4. September 2005

 

Am Vormittag fuhren wir mit dem Auto von Queenstown nach Port Alfred und haben dort Charlotte, eine Gastschülerin aus Holland, abgeholt. Von dort aus ging es weiter zum Tsitsikamma National Park. Edric hatte dort für uns ein Chalet/Blockhütte – mit wundervollem Meeresblick - gemietet.

 

Tsitsikamma ist das Khoi-San Wort für einen Platz mit vielen Wassern. Dies ist die perfekte Beschreibung für diese wundervolle Region. Wer einmal hier war, wird die überwältigende Schönheit des Tsitsikamma niemals wieder vergessen. Der Tsitsikamma National Park findet weltweit wegen seiner Wäldern Beachtung, in denen die gigantischen Outeniqua Yellowwood wachsen – eine der wenigen wahren Monarchen in den Wäldern der Welt. Dieser enorme Baum gehört zu den erfolgreichsten Arten die es gibt – er hat Millionen von Jahren unverändert überlebt.

 

Der Tsitsikamma National Park ist außerdem Afrikas ältestes und größtes Meeresschutzgebiet. Er spielt eine wichtige Rolle bei Schutz und Erhaltung der Meeresflora und –fauna. 

Diese Region ist ein wahrer Augenschmaus und ein Paradies für jeden (Hobby-) Photografen – siehe meine Fotos!

 5. September 2005

 

Sehr nahe entlang der Küste schlängelt sich ein Pfad durch Wälder und über Felsen. Die Brandung ist teilweise ziemlich heftig und wenn man Pech hat, wird man ziemlich nass.

 

Wir wanderten zur Stormriver Mouth Suspension Bridge. Diese Hängebrücke führt über die Mündung des Stormriver in den Indischen Ozean. Die Brücke hat eine Länge von 77 Metern und ist in einer Höhe von 7 Metern über der Flussmündung gespannt. Nicht nur, dass man beim Überqueren ein wenig Pudding in den Knien hat, man wird auch von der Gicht der gewaltigen Brandung nass.

 

Unser nächstes Ziel war Monkeyland, nicht weit von Plettenberg Bay entfernt. Hier kümmert man sich um Affen verschiedener Arten, die in freier Natur nicht mehr überleben könnten, weil sie bereits in einem Zoo gelebt haben.

Homepage von Monkeyland  

 

Von dort aus ging es weiter nach Knysna. Knysna erinnert ein wenig an St. Tropez – Künstler, Bars und viele mondäne Menschen. Die kleine Stadt liegt eingebettet zwischen den Outentiqua-Bergen und einer großen Meereslagune, die zum Naturdenkmal erklärt wurde.  Die Lagune ist ein fantastischer Naturhafen. Die Einfahrt zur Lagune wird von den „Heads“ bewacht,  zwei großen Bergen.

 

In der Lagune gibt es zwei größere Inseln die über Brücken vom Festland aus erreichbar sind und  mitten durch die Lagune führt eine lange Eisenbahnbrücke, über die nur eine alte Dampflok fahren darf - der Outeniqua Choo-Tjoe.

 

 

6. September 2005

 

Die Cango Caves liegen in den Swartberg Mountain, nördlich von Oudtshoorn. Dieser Teil des Kontinents lag einst unter dem Ozean. Als der Kontinent sich anhob, erschien die „Kleine Karoo“, die sich unter dem Wasserspiegel  befunden hatte. Die Höhlen entstanden dann vor ca. 20 Mio Jahren. Vor ungefähr 10 000 Jahren verwendeten die Khoisan den vorderen Bereich der Höhle als Unterschlupf.



 

Wir haben erfolgreich an einem Höhlen-Survival-Training teilgenommenm – dass heisst, wir mussten durch Spalten kriechen, an Leitern hochklettern und gebückt in der Höhle rumlaufen.

 

Da wir schon in der Nähe von Oudtshoorn waren, mussten wir natürlich auch eine der berühmten Straußenfarmen besuchen. In der Blüte der Straußenzucht vor dem 1. Weltkrief lebten hier über 750.000 Strauße.

Damals war es unter den Damen weltweit große Mode, Hüte, Mäntel und Kleider mit Straußenfedern zu verzieren. Die Straußenzüchter verdienten ein Vermögen mit dem Verkauf der Federn. Die viktorianisch inspirierten Villen, die sogenannten Federpaläste aus dieser Zeit sind heute noch zu bewundern.  

 

Wie man unschwer erkennen kann, reite ich hier einen Strauß. Cool, oder? Dafür sind wir heute ca. 500 km mit dem Auto gefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hey, Mom! Darf ich dir deinen zukünftiger Schwiegersohn vorstellen? 

 

Nein, ganz im Ernst – auch Zulu-Krieger müssen von irgendetwas leben.

Notfalls, indem man(n) sich fotografieren lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu gegebener Zeit werde ich Euch die Geschichte der großen Zulu-Krieger (damals und heute) erzählen.

 7. September 2005

 

Der Tsitsikamma National Park bietet Wanderwege ohne Ende – na ja, man kann hier bestimmt eine ganze Woche lang durch die Natur wandern, ohne dass man anderen Menschen begegnet.

Die Wege sind sehr anspruchsvoll und ohne festes Schuhwerk kaum zu bewältigen.

Die Wege sind unbefestigt und glitschig, man muss alle Nase lang über irgendwelche Felsen klettern.

Aber es war auch spannend durch den Wald mit riesigen alten Bäumen und an Wasserfällen vorbei zu laufen.

Damit es richtig aufregend wird, haben Charlotte und ich uns dann zweimal verlaufen.

 

Um uns aufzumuntern hat uns Edric dann am Abend in ein Restaurant in Plettenberg Bay eingeladen.

Plettenberg Bay ist ein kleiner chicer Urlaubsort mit wundervollen langen Sandstränden.

Es ist das Herz der beliebten Garden Route, die wegen dem kühlen Grün der Vegetation so genannt wird.

Plettenberg Bay ist ein bekannter und beliebter Beobachtungspunkt für Wal-Sichtungen. Die Wale kommen hier so Nahe ans Ufer, dass man sie sogar ohne Fernglas wunderbar beobachten kann.

 

 

8. September 2005

 

 

 

 

Heute waren wir „Zugfahren“, und zwar einer uralten Dampflok, die den Namen Outeniqua Choo Tjoe trägt. Die Strecke führt zwischen Knysna und George durch die malerische Garden-Route, teilweise direkt am Indischen Ozean entlang.

Die Fahrt begann in Knysna. Direkt nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof überquert die Strecke auf einer langen flachen Brücke die Knysna Lagoon. Danach schlängelt sich die Strecke durch immer der Pazifikküste folgend bis nach Sedgefield, wo erst einmal gewartet werden muss bis der Gegenzug passiert hat. Anschließend geht es durch durch den Wilderness Nationalpark bis nach George, dem Endpunkt der Strecke.

 

Homepage des Outeniqua Choo Tjoe

 

 

 

 

 

Hier im Knysna Elephant Park leben die südlichsten Elefanten der Welt. Der Park sorgt für den Erhalt der fast ausgestorbenen Knysna Waldelefanten.

An der Kasse kauften wir einen Eimer voll mit Obst und Gemüse. Dann fuhren wir mit einem offenen Touristenbus quer durch den Park zu den Elefanten.

Es war ein unglaublich schönes Gefühl die kleinen Baby-Elefanten zu streicheln. Und wie klein man sich neben den erwachsenen Tieren vorkommt. Es ist schon merkwürdig, wenn der Rüssel des grauen Riesen das Obst wie ein Staubsauger ansaugt und dann in sein Maul steckt. Das war ein wirklich tolles Erlebnis!

 

Homepage des Knysna Elephant Parks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. + 10. September 2005

 

 

 

Jeffrey’s Bay – wo die perfekte Welle zu Hause ist! Wundervolle Strände, endlose Sommer, riesige Muscheln, relaxter Lebensstil machen es zu  Surfer’s Paradise.

Allerdings kann ich viel besser Shoppen als Surfen, darum war ich im „Billabong Factory Store“. Billabong ist Hersteller für hochwertige Surf-/Sportswear und junge Mode. Aber hier im Fabrikverkauf hab ich echt billig eingekauft.

 

 

 

 

Von hier aus fuhren wir weiter nach Port Elizabeth.

Port Elizabeth liegt etwa 260 cm von Knysna und ca. 800 km von Kapstadt entfernt. Die Stadt ist vor allem für den Sonnenschein und die sicheren Sandstrände bekannt. PE liegt am südlichen Eastern Cape und ist eine wichtige Hafenstadt. PE ist flächenmäßig auf der Rangliste die zweitgrößte Stadt Südafrikas und einwohnermäßig die fünftgrößte Stadt mit 1.1 Mio Einwohnern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben in dieser Nacht in einem schönen Hotel in Port Elizabeth übernachtet. Das "City-Lodge" liegt direkt am indischen Ozean.

 

 

 

 

Am nächsten Vormittag brachten wir Charlotte zurück nach Port Alfred und dann ging’s zurück nach Queenstown.

Abends war ich noch bei Freunden zum Grillen eingeladen. Hier konnte ich erzählen, was ich erlebt habe und erfahren, was ich verpasst habe. War schön.

Ich fange an zu überlegen, ob ich noch mal zurück nach Bonn komme

 

 

Zurück zum Reisetagebuch

 

Zurück zum Monat September

 

 direkt zum Gästebuch, damit du mir was Nettes reinschreiben kannst!

 

 


 

 

 

Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!